Langzeitreview ePowerFun ePF-1: Die ersten Monate (Update)

Wir haben den e-Scooter ePowerFun ePF-1 jetzt seit ein paar Monaten im Langzeitreview und beschreiben Dir hier detailliert unsere Eindrücke und Erfahrungen.

 

Tipp:

Wir haben zusätzlich zu diesem Beitrag mittlerweile ein ausfühliches Fazit zum ePF-1 nach einem Jahr Dauertest veröffentlicht. Dabei vergleichen wir ihn auch mit dem ePF-1 Pro: ePF-1: Ein Jahr Dauertest & ePF-1 Pro Vergleich (plus Rabattcode)

 

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ePF-1

 

Der ePF-1 fällt in die "Kategorie der "Xiaomi M365-ähnlichen" e-Scooter.

Der M365 und der M365 Pro sind die weltweit populärsten e-Scooter-Modelle. Ihr klares elegantes Design ist schon fast "klassisch". Verschiedene Marken lassen Ihre Modelle auf deren Basis mit abgeänderten Details und auch unterschiedlichen Qualitätsgraden bei den Teilen und dem Zusammenbau herstellen.

Wir haben eine eigene Marktübericht mit allen in Deutschland zugelassen M365-ähnlichen e-Scootern.

Der ePF-1 unterscheidet sich von den meisten dieser Modelle u.a. durch:

  • eine Hinterradfederung
  • eine relativ große Batterie (10 Ah)
  • eine selbst entwickelte Steuerungselektronik

 

Zusammenbau

 

Der Zusammenbau war leicht und problemlos. Zusammenstecken der Verbindung am Lenker, Einstecken des Lenkers in die Lenkstange und jeweils zwei Schrauben an Vorder- und Rückseite der Lenkstange eindrehen. Fertig. Der ePF-1 ist fahrbereit.

Die Schrauben (eine Ersatzschraube ist auch dabei) für den Lenker sind mit Schraubenkleber vorbereitet, damit sie sich nicht von selbst herausdrehen können. Natürlich bleiben die Schrauben mit Werkzeug lösbar. Mehrere Imbusschlüssel (wie IKEA-Schlüssel) in verschiedenen Größen werden mitgeliefert, so dass man praktisch alle Schrauben am ePF-1 selbst nachziehen kann. Das ist allerdiengs nicht nötig, da der ePF-1 gut montiert ist.

Kleines Detail: Schrauben und Werkzeug kommen in wiederverschließbaren Plastikbeuteln. Das ist gut. Aus Recyclingpapier hätte uns das noch besser gefallen. Ebenso wie eine Bedienungsanleitung und ein Karton aus Recyclinpapier, sowie die Vermeidung von Styroporelementen im Karton. ePowerFun hat uns gesagt, dass sie daran arbeiten.

Der ePF-1 hat eine Reihe von bunten Aufklebern. Wem das zu bunt ist, kann sie einfach abziehen.

 

Ersatzteile 

 

Wir finden es super, dass man alle Teile einzeln im Onlineshop von ePowerFun einfach und günstig nachbestellen kann.

Theoretisch könntest Du Dir den ePF-1 in Einzelteilen bestellen und selbst zusammenbauen. D.h., wenn es Probleme mit einzelnen Teilen oder Beschädigungen geben sollte musst Du nicht den ganzen ePF-1 einschicken oder zu einer Werkstatt bringen, sondern kannst die defekten Teile selbst austauschen.

Wir sind nicht in die "Tiefen" des ePF-1 eingestiegen, können also nicht sagen, wie leicht er sich im inneren zerlegen lässt. Bisher erwarten wir dabei aber keine besonderen Schwierigkeiten.

 

Lenkstange aufklappen

 

Der Faltmechanismus macht einen stabilen Eindruck.

Manche Modelle haben hier eine Schwachstelle. Das Gelenk kann mit der Zeit etwas nachgeben und klappern. Einige NutzerInnen behelfen sich mit selbstgemachten Silikoneinlagen. Selbst der Xiaomi M365 hat hier eine Schwachstelle, die dann beim M365 Pro behoben wurde.

Beim ePF-1 wirkt das Gelenk solide. Hier wird die Zeit zeigen, wie robust der Mechanismus ist.

Am oberen Ende der Lenkstange befindet sich ein Haken, der auch zum Aufhängen von Taschen während der Fahrt genutzt werden kann. Wenn Du die Lenkstange umlegst, wird dieser Haken genutzt, um die Lenkstange an einem gefederten (und deshalb bei der Fahrt nicht klappernden) Klipp am hinteren Schutzblech einzuhängen.

Das Schutzblech selbst ist mit zusätzlichen Verstrebungen so verstärkt, dass die "Sollbruchstelle", die manche andere Roller dort haben kein Problem ist. Trotzdem erinnert ein Aufkleber auf dem Schutzblech daran, dass das Schutzblech keine Fussbremse ist.

Wenn Du den ePF-1 aufklappst, solltest Du darauf achten, dass (wie in der Bedienungsanleitung beschrieben) der Sicherungshebel spürbar einrastet. Denn auch ohne das Einrasten kann die Lenkstange zwar eine Weile stabil wirken, sich dann aber doch bewegen und nach hinten einklappen.

Falls der Hebel am Anfang gegen einen Wiederstand zu laufen scheint, lässt sich die gut sichtbare "einhängende" Schraube am Gelenk leicht ein bisschen weiter eindrehen.

 

App

 

Den Startknopf zwei Sekunden lang gedrückt halten und das Display geht an. Der ePF-1 ist fahrbereit. Der Ton beim ein- und ausschalten ist allerdings sehr laut. Anregung für ePowerFun: Wir würden uns wünschen, dass der Ton über die App auszustellen wäre.

Im iOS AppStore oder für Adroid bei Google Play lässt sich die ePowerFun App herunterladen. Ausserdem bietet ePowerFun an für Android Geräte ohne Google Play Store die App als .apk-Datei direkt von der ePowerFun-Website herunter zu laden.

Nach dem Verbinden mit dem ePF-1 über Bluetooth bietet die App verschiedene Funtionen und Informationen.

Funktionen:

  • Wegfahrsperre (elektrische Blockade)
  • Einstellung der maximal erreichbaren Höchstgeschwindigkeit zwischen 6km/h und 22km/h
    (gut, wenn man den Nachwuchs damit fahren lassen möchte)
  • Firmware Updates

Informationen:

  • Batteriestand in %
  • Geschwindigkeit
  • Spannung des Akkus in V
  • Temperatur der Elektronik
  • Distanz der bisherigen Tour
    (wir haben noch nicht darauf geachtet, ob der Zähler sich nach dem Ein- und Ausschalten oder dem Laden der Batterie zurückstellt, manuell ist das nicht möglich)
  • Gesamtdistanz, wählbar
  • Stromstärke aktuell (in Ampere)
  • Eingangsleistung aktuell (in Watt)

Unsere Wünsche für zukünftige Updates der App:

  • Wie schon oben erwähnt: Möglichkeit den Ein- und Ausschaltton auszustellen
  • Vergrößerung der Schrift für bessere Lesbarkeit
  • Option den blauen Bildhintergrund auf einfach schwarze Schrift auf weissem Hintergrund umzustellen. In Verbindung damit wäre auch die Unterstützung des iOS "dark mode" interessant.
  • Echter Tourenkilometerzähler, bei dem der Zähler manuell und nicht automatisch zurück gestellt wird

 

Gewicht

 

Mit seinen 14,6 Kg gehört der ePF-1 zu den leichten bis mittelschweren e-Scootern. Du kannst ihn also gut über Treppen tragen oder in Bus und Bahn mitnehmen.

Weil sein Motor im Vorderrad ist und damit der Schwerpunkt weiter vorn liegt, kannst Du ihn auch gut im zusammengeklappten Zustand, am Lenker haltend und mit dem Vorderrad auf dem Boden, z.B. in der Bahn, hinter Dir herziehen.

 

Fahrverhalten

 

Der ePF-1 ist wendig und leicht zu fahren. Dabei macht er einen soliden Eindruck.

D.h., wir haben zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass er wackelig wäre. Auf den Motor etc. gehen wir weiter unter näher ein.

Wir sind auch ein Stück bergab gerollt mit 30 Km/h. Der ePF-1 hat nicht interveniert (nicht mit dem Motor abgebremst) und fühlte sich absolut sicher und stabil an. Da wir schon e-Scooter mit deutlich höheren Geschwindigkeiten gefahren sind (nicht in Deutschland) haben wir einen guten Vergleich.

Natürlich sollte dann nicht mehr nur mit der linken (Motor-)Bremse gebremst werden, sondern mit der rechten, die gleichzeitig auf Vorder- und Hinterrad wirkt. Auch zu den Bremsen gleich mehr.

 

Federung

 

Die Kombination von Honeycombreifen mit der Federung funktioniert sehr gut (ist auch unsere Lieblingskombination). Großes Lob dafür.

Kurz zur Erklärung für Neulinge: Grundsätzlich gibt es für e-Scooter drei Arten von Reifen:

  • Luftreifen
    (im Prinzip wie kleine Fahrradreifen, manchmal mit Schlauch, manchmal schlauchlos)
  • Vollgummireifen
    (werden gern bei Sharing-e-Scootern eingesetzt, da sie sehr robust und pannensicher sind)
  • Honeycomb- oder Luftkammerreifen
    (Vollgummireifen mit einer Wabenstruktur im Inneren. Sie sind auch pannensicher, da die Luftkammern nicht mit Druckluft gefüllt sind. Sie sind weicher als Vollgummireifen, jedoch nicht so komfortabel wie Luftreifen)

Wir finden die Abstimmung von Federung und Reifen gelungen.

Auch auf etwas unruhigem Grund fanden wir die Fahrt angenehm.

Kopfsteinpflaster ist noch immer kein Vergnügen, aber besser als bei manchen Sharingrollern, die zwar eine Federung, aber Vollgummireifen haben.

Wir haben eine nicht ernst gemeinte aber doch interessante "visuelle" Kopfsteinpflasterprüfung: Wer einmal mit einem e-Scooter über Kopfsteinpflaster gefahren ist, kennt den Effekt. Man wird so durchgeschüttelt, dass tatsächlich die Sicht verschwimmt. Je weniger die Sicht verschwimmt, desto besser die Federung. Wir haben deshalb z.B. bei unserer KuriosiTour mini in Hamburg ein Stück Kopfsteinpflaster eingebaut, weil das jedesmal ein Lachen auslöst.

Der ePF-1 kombiniert Honeycombreifen mit einer Hinterradfederung. Die Abstimmung der Federung (zwei Federbeine unter dem Trittbrett) läßt sich einstellen. Bisher haben wir die Einstung noch nicht geändert. Darauf gehen wir sicher in einem weiteren Beitrag näher ein.

Hätten wir uns noch komfortablere Luftreifen gewünscht? Offen gestanden nein. Wir haben sie nicht vermisst. Sorglos über scharfkantige Steine und Glass fahren zu können weiss jeder zu schätzen, der schon einmal versucht hat einen e-Scooterreifen von der Felge zu ziehen. Selbst Händler haben wenig Spass daran. Wir empfehlen dazu einmal Viedeos auf YouTube anzusehen.

 

Bremsen

 

Der ePF-1 hat zwei Bremsen und zwei "Bremshebel".

Die Motorbremse im Motor im Vorderrad wird über den Daumenhebel am linken Griff bedient. Sie gewinnt Energie beim Bremsen zurück.

Am rechten Griff ist ein Bremshebel, wie Du ihn vom Fahrrad oder Motorrad kennst. Dieser Hebel wirkt gleichzeit auf die Motorbremse vorn und die bei Bedarf gut zupackende Scheibenbremse am Hinterrad.

Wie beim Fahrrad kannst Du beim Bremshebel und bei der Hinterradbremse verstellen wieviel "Spiel" die Bremse hat, bevor sie greift. So kannst Du indirekt auch beeinflussen wie stark sich die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad verteilt. Die Abstimmung ist jedoch in Ordnung und muss nicht geändert werden.

Die Motorbremse vorn ist sehr gut dosierbar. Das ist nicht selbstverständlich. Wir kennen Modelle, bei denen die Motorbremse wenig feinfühlig und hart greift. Deshalb ist sie im Gegensatz zu anderen Rollern mit Motor im Vorderrad auch auf (nicht zu) loserem Untergrund durchaus allein zu benutzen, was wir sonst immer vermeiden würden.

Natürlich hat die Motorbremse allein einen längeren Bremsweg, als beide Bremsen zusammen.

Für das normale Fahren ist die Motorbremse allein aber die Bremse, die man laufend benutzen sollte, um die Bremsbeläge zu schonen und um zu rekuperieren (Energie zurück zu gewinnen).

Die „Doppelbremse“ mit dem Bremshebel rechts sollte daher für diese Fälle vorbehalten bleiben: Notbremsung und loser oder rutschiger Untergrund (Laub, besonders nasses Laub, Nässe allgemein, sandiger Untergrund, Kälte mit potentieller Glätte etc.).

 

Motor

 

"Strom" gibst Du mit einem Daumhebel am rechten Griff. Manche Roller haben einen Drehgriff wie bei einem Motorrad, andere einen Zeigefingerhebel dafür. Der Daumenhebel wird von den meisten bevorzugt. Wir teilen diese Meinung.

Der ePF-1 zieht angenehm und gleichmäßig bis zum Maximaltempo.

Auf ebener Strecke schaffte er bei unseren Fahrten immer 22 Km/h. Erst als schon der letzte rote Batteriebalken im Display zu sehen war (bei 20% Restbatterieladung), pendelte er sich eher bei 21 Km/h ein. Das ist bemerkenswert. Der ePF-1 nutzt also die gesetzlich erlaubte Toleranz von 10% über die erlaubten 20 Km/h aus.

Ein oder zwei Kilometer schneller oder langsamer sollte eigentlich im normalen Betrieb keinen Unterschied machen. Tatsächlich teilst Du Dir den Fahrradweg oder die Strasse mit Rad- und PedelecfahrerInnen (elektrische Unterstützung bis 25 Km/h). Dabei entscheiden, gerade beim morgentlichen Pendeln, ein paar wenige Km/h, ob Du "mitschwimmst" oder möglicherweise eher ein Hindernis für andere bist.

Wie bei allen zugelassenen e-Scootern musst Du zum Losfahren den ePF-1 leicht anschieben bevor er Strom annimmt. Beim ePf-1 ist das jedoch so minimal, dass das einfache Aufsteigen mit einer leichten "Tendenz nach vorn" eigentlich schon ausreicht. Das ist sehr angenehm.

Die Stromannahme erfolgt gleichmässiger, d.h. weniger ruckartig als bei den meisten Rollern. Die zusammen mit einem Spezialisten für die Elektronik von ferngesteuerten Modellrennautos entwickelte Motorsteuerung funktioniert sehr gut und macht das Fahren so nochmal angenehmer.

Wir sind, um das auf die Probe zu stellen, mit kleinstmöglicher Geschwindigkeit kleinstmögliche Kreise gefahren. Die Stromannahme ist dabei besser zu dosieren, als bei jedem anderen Rolle, den wir gefahren sind. Ein kleiner erster "Ruck" bleibt. Sicher könnte ein Firmwareupdate auch das noch weiter "glätten".

Zum Firmwareupdate: Nachdem erste NutzerInnen über ein etwas lauteres Motorgeräusch bei mittlerer Geschwindigkeit geklagt hatten, hat ePowerFun innerhalb von Tagen ein Update herausgebracht, das das Problem gelöst hat.

Der Motor hat eine Nennleistung (Leistung, die der Motor dauerhaft und kontinuierlich abgeben kann) von 350 Watt. Seine Peakleistung (Maximalleistung, die bei Beschleunigungen oder Steigungen genutzt werden kann) liegt bei 500 Watt.

Für den normalen Betrieb (typischer Stadtbetrieb) sind das vollkommen ausreichende Werte. Auch bei leichten (!) Steigungen schafft der ePF-1 immer seine 22 Km/h. Wenn die Steigungen bei unseren Fahrten zugenommen haben, hätten wir uns allerdings etwas mehr Peakleistung gewünscht. Andere Modelle mit 350 Watt Nennleistung haben bis zu 700 Watt Peakleistung.

 

Reichweite

 

Allgemein zur Erklärung von Reichweiten

 

Die Reichweite von e-Scootern und Elektrorollern (Motorroller mit Elektroantrieb) hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z.B.:

  • Batteriegröße
  • Motorleistung (Stromverbrauch)
  • Aussentemperatur
  • FahrerInnengewicht
  • Streckenbeschaffenheit und Verkehr
  • Üblicherweise limitieren Hersteller Ihre e-Scooter auf Schrittgeschwindigkeit, wenn die Batterie nur noch 10-15% Restladung hat. Wir ziehen diesen im Alltag nicht wirklich nutzbaren Rest deshalb bei der "realistischen" Alltagsreichweite ab.

Wenn Hersteller Reichweitenangaben machen gehen sie in der Regel von optimalen Bedingungen aus: wenig Fahrergewicht, milde bis warme Aussentemperaturen, niedrige Geschwindigkeit (bei e-Scootern oft 15 Km/h statt 20 Km/h) und ohne Bremsen und Beschleunigen.

Realität sieht anders aus. Die meisten e-Scooter werden in Stadt gefahren. Du hälst an Ampeln, bremst zwischendurch mal leicht ab, beschleunigst dann gleich wieder auf die vollen 20 Km/h.

Was bedeutet das alles unterm Strich? Von der offiziellen Herstellerangabe zur Reichweite bleibt bei der "realistischen Alltagsreichweite" in der Stadt oft nur die Hälfte übrig.

 

Für den ePF-1

 

Auf Grund seiner Batterie- und Motordaten hatten wir für den ePF-1 eine realistische Alltagsreiche im Stadtbetrieb von 20 Km vorhergesagt. Dieser Wert hat sich in etwa bestätigt.

Wir haben den ePF-1 jedoch noch nicht bis zum Einsetzen einer Limitierung leer gefahren, sondern bis zum roten Balken im Display (bei ca. 20% Restbatterieladung) und dann hochgerechnet.

Laut ePowerFun nutzt der ePF-1 seine Batteriekapazität besser aus als andere, d.h., er limitiert nicht bzw. erst bevor der Roller fast leergefahren ist. Wir werden das noch probieren.

Wir sind echtes Stop and go mit vielen Stops an Ampeln, Kreuzungen und verschiedenen anderen Punkten und einer Reihe von Geschwindigkeitswechseln gefahren. Das Fahrergewicht lag bei ca. 80 Kg, die Aussentemperatur bei ca. 20 Grad.

Zum Vergleich haben wir eine Fahrerin mit ca. 60 Kg auf einer Strecke von ca. 10 Km ohne Stop and go mit durchgehend 17/18 Km/h fahren lassen. Wir haben für diese Strecke die Reichweite auf über 40 Km hochgerechnet. Das zeigt, wie groß die Wirkung der o.g. Faktoren ist.

 

Laden

 

Uns gefällt, dass der Ladestecker oben an der Lenkerstange eingesteckt wird und nicht unten am Trittbrett wie bei den meisten Rollern.

Allerdings ist das Kabel vom Ladegerät zum ePF-1 so kurz, dass das Ladegerät direkt unterhalb der Lenkstange auf dem Boden, bzw. auf dem Trittbrett liegen muss, wenn man es nicht irgendwo ins Regal legen möchte. Wobei dann wahrscheinlich das Kabel vom Ladegerät zur Steckdose wieder etwas kurz wäre.

Der Gedanke mit der Ladeverbindung an der Lenkstange ist also gut, aber man muss sich wahrscheinlich  trotzdem bücken.

Das mitgelieferte Ladegerät kann mit 2 Ah laden. Mit der 10 Ah Batterie des ePF-1 ergibt das theoretisch eine Ladezeit von 5 Stunden von 0 auf 100%.

Wir haben etwa 5 Stunden von 20% auf 100% gebraucht. Wobei und die App schon 100% Ladung angezeigt hat, bevor die Leuchte des Ladegerätes etwas später grün angezeigt hat.

Leider wird der Ladestand beim Laden nicht angezeigt. Auch die App kann sich nur mit dem Roller verbinden, wenn der Roller nicht geladen wird. Beim Laden schaltet sich die Steuereinheit, bzw. das Display aus.

Was uns gefallen würde: Wir kennen das von einem anderen Roller, dass das Display beim Laden die Geschwindigkeitsanzeige nutzt, um den Ladestand in Prozent anzuzeigen. Dann kann man schon von weitem sehen, wie lang es noch dauert.

 

Fazit des ersten Einducks

 

Der ePF-1 gefält uns sehr gut. Soweit ist er eine klare Kaufempfehlung. Der Preis von ca. 550 Euro ist für die gebotene Leistung, Qualität und Reichweite günstig. Deshalb hat er in unserer Marktübersicht auch das Label "Preistipp".

Es hat sich auch gezeigt, dass ePowerFun sehr schnell auf Nutzerfeedback reagiert, was bei e-Scootern nicht selbstverständlich ist.

Wie der ePF-1 sich langfristig schlägt, und ob sich der gute erste Eindruck weiter bestätigt, werden wir im Laufe unseres Langzeitreviews in weiteren Beiträgen über unsere Erfahrungen berichten.

 

Update 23. September 2020

 

Preis

Seit unserem Beitrag hat sich der Preis des ePF-1 auf 599,- Euro erhöht, bzw. liegt vergünstigt bei 579,- Euro. Trotz der Preiserhöhung behalten wir in der eScootee Marktübersicht das Label "Preisempfehlung" bei, da er in Qualität und Leistung spürbar mehr bietet als andere e-Scooter zu diesem Preis. Wir finden, dass er eine echte Alternative zu (zum Teil deutlich) teureren anderen e-Scooter-Modellen ist. 

 

Reichweite

Unsere realitische Alltagsreichweite haben wir für den ePF-1 zwar bei ca. 20 Km belassen, was für echten Stop-and-go-Betrieb in der Stadt ein normal guter Wert für eine 10 Ah Batterie ist.

Dieser Wert gilt aber für einen durchschnittlich schweren Fahrer (männlich, ca. 80 Kg) im Stadtbetrieb mit laufender Beschleunigung auf die vollen 22 Km/h.

Eines unserer weiblichen Teammitglieder (Frauen sind nicht nur leichter, sondern fahren im Durchschnitt auch "vernünftiger" als Männer) schafft mit dem ePF-1 auf Ihrer Strecke ohne Ampeln in einem ruhigen Stadtviertel mit Geschwindigkeiten von 17/18 Km/h regelmässig "hochgerechnet" deutlich über 40 Km, zum Teil um die 50 Km.

Das zeigt wieder einmal, wie sehr sich "Umstände" (Fahrergewicht, Aussentemperatur, Stadtbetrieb etc.) und auch Geschwindigkeit und Fahrverhalten auf die Reichweite auswirken. Insbesondere FahrerInnen mit höherem Körpergewicht sollten das beim Kauf immer mit beachten. Dazu empfehlen wir auch unseren Beitrag: So findest Du den richtigen e-Scooter für ein höheres Körpergewicht.

 

Federung

Wir haben die Federung des ePF-1 sehr zu schätzen gelernt. Allerdings ist sie ab Werk sehr hart eingestellt.

Wenn Du den ePF-1 auf die Seite, oder besser umgedreht mit der Trittfläche auf einen Stuhl legst, kannst Du die beiden Federbeine mit einem normalen 14er Schraubenschlüssel (wie Du ihn auch für ein Fahrrad für die Radmuttern hast) gut erreichen und ihre Vorspannung reduzieren.

Damit wird die Federung deutlich weicher. Mit Wippen im Stand kannst Du den optimalen Härte- oder Weichegrad für Dein Gewicht finden. Achte nur am besten darauf, dass Du auf beide Federbeine die gleiche Zahl an Umdrehungen der Muttern anwendest.

Wir haben nicht probiert, was passiert, wenn man die Muttern ganz heraus dreht und ob sie sich dann wieder einfach eindrehen lassen, oder eine Vorspannung der Federn das erschwert. Wir liefern diese Info noch nach.

Auf jeden Fall macht eine deutlich weicher eingestellte Federung einen großen Unterschied im Fahrkomfort aus. Besonders auf holprigem Grund wie Kopfsteinpflaster ist das sehr deutlich spürbar.

 

Allgemeiner Eindruck

Der ePF-1 hat sich zum "Liebling" des Teams entwickelt.

Wir fahren laufend, manchmal kurz, manchmal länger, die unterschiedlichsten e-Scooter. Der ePF-1 gehört zur "Familie" der M365-ähnlichen e-Scooter. (Separate Marktübersicht für diese e-Scooter: Liste e-Scooter - wie Xiaomi M365 - zugelassen in Deutschland.)

Innerhalb dieser Familie sind die Qualitätsunterschiede deutlich spürbar. Wenige Tage bevor wir dieses Update geschrieben haben, hatten wir einen anderen e-Scooter der M365-ähnlichen Modelle im Preissegment von knapp unter 500,- Euro zur Probe. Wir waren neugierig auf ihn, schon wegen des kultigen Namens (den wir hier jetzt nicht nennen).

Obwohl der Preisunterschied von 80 bis 100 Euro zum ePF-1 nicht riesig ist, waren die Unterschiede in Qualität, Details und Fahreigenschaften doch sehr groß. Der ePF-1 hebt sich von diesen Modellen z.B. ab durch:

  • Eindruck einer sehr soliden Verarbeitung
  • Dynamisches Anfahren
  • Sehr gute Dosierbarkeit von Fahrstrom
  • Ebenfalls sehr gut dosierbare elektrischer Bremse
  • Details wie: begrenztem Lenkeinschlag
  • Die Federung

Kurz zum Lenkeinschlag: Dadurch, dass der Lenkeinschlag begrenzt ist, wird verhindert, dass sich das Vorderrad quer stellen kann und die/der FahrerIn unweigerlich stürzt.

Das Gewicht des ePF-1 ist zum Tragen noch angenehm. Auch unsere weiblichen Teammitglieder hatten daran nichts auszusetzen.

 

Also zusammengefasst: der ePF-1 ist nach wie vor eine klare Kaufempfehlung.

 

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